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Erinnerungskultur in Geisenheim

Aufruf zum Boykott jüdischer Geschäfte der NSDAP in Geisenheim
Die SPD ist die älteste demokratische Partei Deutschlands und leistete als einzige Partei den Nationalsozialisten bis zuletzt auch parlamentarischen Widerstand.
An die Gräuel der Nazis zu erinnern, ihren Opfern zu gedenken und vor den Gefahren rechtsextremer Politik zu warnen, ist für die SPD noch heute politische Verpflichtung.

Auch in Geisenheim wurden Bürgerinnen und Bürger in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, vertrieben, deportiert, ermordet oder in den Suizid getrieben. Um an ihr Schicksal zu erinnern, forderte die SPD die Stadt Geisenheim im Rahmen eines Antrags auf, sich am Projekt Stolpersteine zu beteiligen.

Es ist das Projekt des Künstlers Gunter Demnig. Seine Intention ist, den NS-Opfern, die in den Konzentrationslagern zu Nummern degradiert wurden, ihre Namen zurückzugeben. Für 120 Euro kann jeder eine Patenschaft für die Herstellung und Verlegung eines Stolpersteins übernehmen. Die Stolpersteine können auch über Spenden und Patenschaften von Stiftungen, Vereine, Parteien, Schulklassen ect. aus der Bevölkerung heraus finanziert und der Stadt dann als Schenkung übergeben werden.
Die Stolpersteine wollen nicht anklagen, sondern haben das Ziel, den heutigen Betrachter sinnbildlich stolpern zu lassen und die Erinnerung an die Opfer und ihr Schicksal, welches vielfach in brutaler Folter und Ermordung endete, dauerhaft zu bewahren und zum kontinuierlichen Nachdenken anregen.

Auf Antrag der SPD beschloss die Geisenheimer Stadtverordnetenversammlung, die Aktivitäten der Arbeitsgruppe „Stolpersteine“, die sich mit Hilfe sachkundigen Bürgerinnen und Bürgern gebildet hat, zu unterstützen.

Die ersten Stolpersteine sollen verlegt werden zum Gedenken an folgende Personen:
Max Strauß, Auguste Strauß, Erna Strauß, Kurt Strauß und Alex Strauß vor dem Anwesen Prälat-Werthmann-Straße 2.
Georg Strauß, Emma Strauß und Alfred Strauß vor dem Anwesen
Prälat-Werthmann-Straße 24,
Hugo Forst und Irma Forst, vor dem Anwesen Prälat-Werthmann-Straße 28,
Ferdinand Mayer und Ludwig Mayer, vor dem Anwesen Winkeler Straße 65.

Nach Verlegung der Stolpersteine wollen wir als SPD weitere Schritte unternehmen zur Entwicklung einer umfassenden Erinnerungskultur in Geisenheim.

Meldungen:
Verlegung der Stolpersteine als zeitlose Warnung
Geisenheimer Sozialdemokraten gedenken Peter Spring
SPD für Kultur der Anerkennung und der Vielfalt
Dokumente:
Rede von Susanne Göttel-Spaniol anlässlich der Verlegung der Stolpersteine in Geisenheim
Antrag zum Thema Stolpersteine